Im Durchschnitt produziert ein Mensch im Laufe seines Lebens fast 100,000 Tonnen Abfall. Das hat enorme Auswirkungen auf unsere Mülldeponien, unseren Energieverbrauch und unsere natürlichen Ressourcen. Abfallvermeidung und Wiederverwendung sind zwar wichtige Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit, doch Recycling ist nach wie vor eine der einfachsten Möglichkeiten, im Alltag etwas zu bewirken – vorausgesetzt, wir machen es richtig.
Recycling kann verwirrend sein, da jede Stadt unterschiedliche Regeln hat und selbst die Symbole auf Plastik nicht immer eindeutig sind. Damit Sie cleverer recyceln können, finden Sie hier fünf Tipps, die wirklich etwas bewirken:
1. Vermeiden Sie das Recycling von Plastiktüten
Plastiktüten aus dem Supermarkt scheinen zwar recycelbar zu sein, gehören aber zu den größten Störfaktoren in Recyclingsystemen. Die dünnen Kunststoffe verhaken sich in den Maschinen und verursachen so Störungen in Sortieranlagen.
Wenn Sie die Wertstoffe recyceln möchten, müssen Sie sie zu den dafür vorgesehenen Sammelbehältern bringen, die sich oft in Supermärkten befinden. Verpacken Sie Ihre Wertstoffe niemals in Plastiktüten – geben Sie sie stattdessen lose in den Recyclingbehälter.
2. Kleinere Aufgaben überspringen
Alles, was kleiner als eine Kreditkarte ist – wie Strohhalme, Plastikbesteck, Flaschenverschlüsse oder Kaffeekapseln – lässt sich nicht richtig sortieren und verstopft oft die Geräte. Grundsätzlich gilt: Klein, aber lieblich.
3. Materialien vor dem Recycling reinigen
Lebensmittelreste stellen beim Recycling ein großes Problem dar und verunreinigen etwa 25 % der gesammelten Materialien. Achten Sie darauf, dass Behälter sauber, leer und trocken sind, bevor Sie sie in den Müll werfen.
Bei Pizzakartons sollten nur die fettfreien Teile recycelt werden. Die verschmutzten Teile abreißen und entsorgen, um eine Verunreinigung der restlichen Teile zu vermeiden.
4. Gemischte Materialien nicht recyceln
Produkte aus Materialkombinationen, wie beispielsweise kunststoffbeschichtete Kaffeebecher oder gepolsterte Briefumschläge mit Luftpolsterfolie, lassen sich nicht effizient trennen. Diese gehören in den Restmüll, nicht in die Wertstofftonne.
5. Hör auf, dir etwas vorzumachen.
Nicht recycelbare Gegenstände einfach in den Müll zu werfen, in der Hoffnung, dass „jemand schon darauf kommt“, schadet mehr, als es nützt. Dieses „Wunschrecycling“ verunreinigt ganze Chargen von Wertstoffen und erschwert den Recyclinganlagen deren ordnungsgemäße Verarbeitung.
Recycling ist nicht perfekt, aber richtig angewendet, hilft es, Ressourcen zu schonen und Abfall auf Deponien zu reduzieren. Mit diesen einfachen Veränderungen kann jeder von uns einen Beitrag zum Schutz unseres Planeten leisten.
